70 Jahre RV Lilienthal und Umgegend e.V.

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Offener Brief an den Gemeinderat

Offener Brief an den Gemeinderat Lilienthal / Presseerklärung

In der Wümme-Zeitung wurde am  25.6.19 unter der Überschrift „Tangermann von Reitern irritiert“ über die Sitzung des Lilienthaler Bauausschusses berichtet, zu der der Reiterverein eine Petition mit über 3500 Unterschriften überreicht hatte. Bürgermeister Tangermann sei irritiert weil der Verein selbst im Dezember 2017 einer Bebauung zugestimmt habe und heute sage, er sei in seiner Existenz bedroht. Dies und einiges Weitere bedarf einer Klarstellung.

  1. Der Reiterverein hatte keine Wahl

Der Reiterverein stand vor der Alternative, zum Jahresende 2017 seine gesamten Weiden zu verlieren oder Verträge zu unterzeichnen, die einen Teil der Weiden „mittelfristig“, d.h. damals für 8 Jahre, sichern und einen anderen Teil bis zum Baubeginn.

Was tut ein alternativloser Mieter dem gesagt wird: Entweder du ziehst sofort aus oder du unterschreibst, dass Du noch ein paar Jahre bleiben darfst aber beschränkst dich auf einen Bruchteil Deines Wohnraums? Vogel friss oder stirb!

  1. Die Weiden sind nur angesichts einer durch die Gemeinde betriebenen zukünftigen Bebauung wertvoll

Allein auf der Grundlage, dass die Gemeinde Weichen für die Änderung des Flächennutzungsplanes stellt – Wohnbebauung statt wie bisher Nutzung für Sportbelange - wurden Begehrlichkeiten der Eigentümer geweckt. Der Investor sichert sich ab. Er kauft die Weiden nur für den Fall der Verabschiedung des Bebauungsplans durch die Gemeinde.

Es ist also keineswegs so, wie mehrfach verlautete, dass die Gemeinde lediglich eine mittelnde und helfende Funktion zwischen dem Reiterverein und den Eigentümern ausübt. Sie ist durch ihre Bauleitplanung aktiv an der Existenzbedrohung des Reitervereins beteiligt.

  1. Nicht etwa die Hälfte sondern fast drei Viertel der Weideflächen gingen verloren

Dem Reiterverein stehen derzeit ca. 4,3 ha. an Weide- und Turnierflächen zur Verfügung. Durch das geplante Baugebiet würde er ca. 3 ha verlieren. Übrig blieben 1,3 ha. Denn ein Teil der Weideflächen vor der Pappelreihe gehört nicht den landwirtschaftlichen Eigentümern (die ihren Grundbesitz an den Investor veräußern möchten) sondern der Diakonischen Behindertenhilfe, deren Therapiepferde dort weiden.

  1. Der Reiterverein ist existenziell bedroht

Einnahmequellen eines Reitvereins, der Breitensport macht, sind:
1. die von den Mitgliedern ehrenamtlich organisierten Turniere,
2. die Mitgliederbeiträge
3. die Boxenmieten von Privatreitern.

Bei einem Verlust der Weiden könnten keine Turniere mehr veranstaltet werden. Mitglieder, die den Verein aufsuchen gerade weil sie seine Lage in einem besonders schönen Naherholungsgebiet schätzen, würden wegbleiben. Einsteller würden ihre Pferde auf einem anderen Hof mit ausreichender Weidefläche unterbringen, wo ihre Pferde als Fluchttiere nicht ständig durch Baulärm und Baufahrzeuge in Panik versetzt werden.

Pferde sind Herdentiere, die Bewegung benötigen und permanent Heu oder Gras fressen müssen damit sie gesund bleiben.
Nicht ausreichende Weidefläche kann – im Notfall –  zum Teil durch den Bau von Sandpaddocks sowie durch den Einkauf von Heu kompensiert werden. Doch das kostet viel Geld. Hinzu kämen die jährlichen Ausgaben für den Zukauf teuren Heus.
Dem Verein selbst fehlen, gerade weil er sich im Breitensport engagiert und keine hohen Mitgliedsbeiträge oder Umlagen erheben kann, jegliche Mittel, um diese Investitionen zu stemmen. Zudem macht eine allein „mittelfristige Sicherung“ weitere Planungen oder Finanzierungskonzepte unmöglich.

  1. Die Gemeinde hat kein Geld, um den Reiterverein zu unterstützen

Weder der Kauf von Weideflächen zugunsten des Vereins noch eine etwaige Umsiedlung oder weitere finanzielle Unterstützung kommt für die Gemeinde aus Geldmangel in Betracht. Dies hat uns der Bürgermeister, der gleichzeitig im Präsidium des Niedersächsischen Landessportbundes sitzt, erklärt.

Auch wenn uns unter Vermittlung des Bürgermeisters die von den jetzigen 4,3 ha verbleibenden 1,3 ha „Weide“land weiter verpachtet würden, wären wir noch längst nicht gerettet. Das ist Augenwischerei!

  1. Was folgt nach einer „mittelfristigen“ Sicherung? Ein weiteres Baugebiet?

Im Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung Mauerseglerstraße ist von einer mittelfristigen Sicherung des Reitervereins die Rede. Laut Siedlungsentwicklungsplan für die Gemeinde Lilienthal ist genau das Gebiet, das für den Reiterverein „mittelfristig“ gesichert werden soll, mit einer hohen Priorität als künftiges Bauerschließungsgebiet verzeichnet. Das hieße, dass nicht allein, wie jetzt geplant 230 Wohneinheiten entstehen würden, sondern ein Vielfaches mehr!

Folgt also spätestens Ende 2025 eine neue Bauleitplanung für das Gebiet direkt um den Roschenhof, das ja als Bauland noch viel attraktiver wäre als die Fläche an der Lilienthaler Allee? Unter diesen Vorzeichen, würde sich das derzeitige Erschließungsproblem des Investors für das jetzt geplante Baugebiet deutlich entschärfen. In 7 Jahren – aber vielleicht auch schon viel früher – könnten alle BewohnerInnen des Baugebietes ohne Rücksicht auf einen Reiterverein von der Straße „Im Orth“ zu ihren Wohnungen kommen.

Aber das gesamte, heute dem Sport gewidmete Naherholungsgebiet, wäre dann Geschichte. Und der Reiterverein mit seiner 70jährigen Tradition auch!

Über 3500 Menschen, davon allein über 1400 EinwohnerInnen Lilienthals unterstützen den Reiterverein in seinem Anliegen

Diese Anzahl spricht für sich. Es kann nicht sein dass unser 70 Jahre alter Reiterverein, der wertvolle Jugendarbeit macht, bei dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene aktiven Sport betreiben und viel ehrenamtliche Arbeit leisten, so wenig wertschätzend behandelt wird!

Aus den über 500 Kommentaren geht überdies hervor, dass vielen Lilienthalern die

Wiesen als Naherholungsgebiet am Herzen liegen und sie eine weitere Bebauung und Verdichtung Lilienthals ablehnen.

Wir fordern deshalb alle Ratsmitglieder auf, die Bauleitplanung Mauerseglerstraße zu stoppen und das Gebiet zwischen Roschenhof und Lilienthaler Allee nicht zu bebauen!

Rettet den Reiterverein Lilienthal und das Naherholungsgebiet!


Anhang: Übersichtskarte und Zusammenfassung

Zusammenfassung:

1) Der Reitverein wurde Ende 2017 massiv unter Druck gesetzt und hatte zu diesem Zeitpunkt keine andere Wahl, als der derzeitig geplanten Bebauung „zuzustimmen“. Dieser Sachverhalt war der Gemeinde zu jeder Zeit bekannt!

2) Dem Reiterverein wird durch die Gemeinde lediglich das Interesse an einer „mittelfristigen“ Sicherung bekundet. Es ist stark davon auszugehen, dass längerfristig ein weiteres Wohngebiet auf dem Gelände geplant ist.

3) Nicht die derzeitigen landwirtschaftlichen Eigentümer sondern allein die Gemeinde ebnet den Weg in Richtung Bebauung! Würden die derzeit dem Sport gewidmeten Flächen nicht umgewandelt in Bauland, könnte dort nicht gebaut werden, es würde zu keiner weiteren Flächenversiegelung kommen, das Naherholungsgebiet bliebe erhalten und es bestünde weiterhin die Möglichkeit für den Reiterverein, weiter zu existieren.

4) Durch die derzeit geplante Bebauung würde der Reiterverein nahezu drei Viertel der jetzt von ihm genutzten Flächen verlieren.

5) Die Durchführung der derzeit geplanten Bebauung bedeutet definitiv das AUS für den Reiterverein.

6) Über 3500 Menschen, davon allein über 1400 EinwohnerInnen Lilienthals unterstützen den Reiterverein in seinem Anliegen und sind gegen eine Bebauung an der Mauerseglerstraße!

Übersichtskarte:

Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung!

Wir haben dem Bürgermeister unsere Petition übergeben

 

3.562 Unterschriften für den Erhalt des Vereins sprechen eine deutliche Sprache!

Am Montag den 24.06. haben wir im Rathaus die gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Kristian Tangermann übergeben – inklusive der über 500 Kommentare dazu, damit dem Bürgermeister und dem Gemeinderat verdeutlicht wird, wie sehr den Menschen aus Lilienthal und umzu daran liegt, den Reiterverein zu erhalten und die Grünflächen am Roschenhof jetzt und für die Zukunft zu bewahren.



Im Ratssaal übergaben wir den anwesenden Mitgliedern des Bauausschusses dann noch ein Lavendel-Töpfchen, damit sie ein Stückchen Natur vor Augen haben, wenn sie ihre Entscheidungen treffen.

Wir erwarten von der Gemeinde Lilienthal, dass sie die Bürgermeinungen berücksichtigt, hierzu Stellung bezieht und ihre Entscheidung zur Bebauung an der Mauerseglerstraße/Roschenhof reflektiert und neu diskutiert.

Wir hoffen, dass sie die Bebauungspläne zurücknimmt. Erzwingen können wir es nicht, da - im Gegensatz zu Bremen - Bauplanung und Flächennutzungsplanänderungen im Niedersächsischen Petitionsrecht leider ausgenommen sind.

Aber es geht weiter! Jetzt ist noch nicht alles getan, um den Erhalt der Weiden und des Reitervereins zu sichern!

Bald - möglicherweise schon in den Ferien - wird die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen erfolgen. Dann brauchen wir wieder die Unterstützung aller Lilienthaler, dafür dass Lilienthal eine grüne Oase bleibt!

Auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/Reiterverein.Lilienthal/
und hier auf unserer Website informieren wir euch, wie es weiter geht und welche Aktionen wir planen.

Wir bleiben am Ball - mit eurer Unterstützung: für den Reiterverein Lilienthal und das Naherholungsgebiet am Roschenhof!

Erhaltet die Weiden und das Naherholungsgebiet am Roschenhof!

Kommt am Montag, den 24.06. um 17:30 zum Rathaus zur Petitionsübergabe an den Bürgermeister!


Am Montag, den 24.06. um 18:00 übergeben wir unsere Petition zum Erhalt der Grünflächen am Roschenhof und damit zum Erhalt des Reitervereins Lilienthal.

Mehr als 120 Kinder aus Lilienthal und Umgebung bangen um den Erhalt ihres Sportvereins. Viele Lilienthaler Bürger, die auf dem Gelände spazieren gehen und die Natur genießen, unterstützen uns.

Wir haben über 3500 Unterschriften gesammelt. Die Lilienthaler möchten nicht, dass Kinder auf der Straße stehen, weil sie ihren Sport nicht mehr ausüben können und sie möchten kein weiteres großes Neubaugebiet im Zentrum Lilienthals.

Deshalb: Kommt zum Rathaus! Wir versammeln uns am Montag um 17:30 vor dem Rathaus, um die Petition zu überreichen, zusammen mit den über 500 Kommentaren, in denen Bürger zum Ausdruck bringen, warum sie die Bebauung nicht wollen.

Wenn möglich, tragt bitte Vereinskleidung.

In der Einwohnerfragestunde der Bauausschusssitzung können kritische Fragen zur Bauplanung gestellt werden.

Bis Montag kann auch noch unterschrieben werden, einfach diesen Link eingeben, dann kommt ihr zur Petition: openpetition.de/!rettetrvlilienthal

Unterstützt unseren Reiterverein und setzt euch dafür ein, dass Lilienthal mit Sportstätten und Naherholungsgebieten, die für alle erreichbar sind, lebenswert bleibt!

Gold in Fredenbeck

Der Aufstieg unseres Voltigierteams 2 in die L-Klasse hat sich gelohnt und war sehr berechtigt. Das zeigt der tolle Erfolg beim Voltigierturnier in Fredenbeck. Eine super Leistung für die wir auch den Trainerinnen Nele Kahl, Insa Kahl und Hinrike Höft ganz besonders danken. Mucki glänzte natürlich auch!!!
Herzlichen Glückwunsch, Mädels!